Faltmonokulare

Die Notwendigkeit des Porro-1-Systems, die beiden Prismen in einem 90 Winkel gegeneinander zu positionieren, um ein aufrechtes Bild zu erhalten, nutzen die Faltmonokulare, indem sie für den Transport flach auseinander geklappt werden können und für die Beobachtung in die notwendige 90-Position abgewinkelt werden.
Mir ist noch nicht eindeutig klar, welches Modell dies zuerst nutzte. Bekannt ist das Carl Zeiss Jena "Turmon" 8x21 und Goerz Bratislava 8x20 aus den 1920er Jahren.
Aber das "Companion" x6 von J.H. Steward aus London könnte bereits vorher erfunden und hergestellt worden sein.

Folding Monoculars


v.l.n.r.: offenes Turmon, Turmon, Goerz Bratislava 8x20, Steward "Companion".

Fernrohrlupen

Die kleinen Faltmonokulare wurden auch als Fernrohrlupen zum Lesen, Betrachten und Untersuchen in der Nähe eingesetzt. Dafür gab es Stative, Kopfhalterungen, Durchlicht-Leuchttische und Vorsatzlinsen für die Nähe und Steigerung der Vergrößerung bis zu 65fach.

Moncocular Magnifiers

The small folding monoculars were also used as telescopic magnifiers for short working distances, reading and microscoping. Stands, head-bands and lighting tables as well as slip-on lenses were available for that. The extra lenses increased magnification up to 65 times.


l.: Carl Zeiss Jena "Turmon" 8x21 mit Vorsatzlinsen; r.: Goerz Bratislava 8x20 mit +20 Linse – with slip-on lenses - with +20 lens

Bereits ab ca. 1910 gab es die Zeiss Fernrohrlupe 3.5x13 / 6x15 mit verschiedenen Nahlinsen, in verschiedenen Holzkiste, mit Handgriff und teilweise mit Stativ. Ähnliche Fernrohrlupen gab es von Leitz u.a. Already since the 1910s the Zeiss Fernrohrlupe 3.5x13 / 6x15 was available with differnt close-up lenses, inin wooden boxex, with a handle and/or partly with a stand. Similar "Telescopic Magnifiers" were made by Leitz and others.

Im Carl Zeiss Katalog MED3 wird der Nutzen als Hilfe für "Schwachsichtige" explizit genannt; auch in Büchern für Augenärzte wird die Fernrohrlupe als Hilfsmittel erwähnt. Auch als Fernrohr-Mikroskop mit Mikroskop-Vorsatzobjektiv fanden die Fernrohrlupen Verwendung The Carl Zeiss catalogue MED3 also explicitely mentions its use for the "weak-sighted"; also it is described as an aid in ophthamologic books an. Furthermore, some versions were meant as a telescopic microscope with a special microscope objective, a stand and lighting device.

Bilder 1 +2: Zeiss Katalog MED3 (1930er); Bild 3: Leitz Fernrohrlupe, Kat. 1931, S.14

Fotos: Zeun

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