BHS Fernglassammler-Treffen 2019

Freie Sicht auf den Atlantik

12. Treffen und BHS--Tagung der Fernglassammler

BHS Meeting 2019

04. - 06 October 2019 in Ostend, Belgium


Tagungsteilnehmer in Raversyde | Conference attendees at Raversyde

Das Fernglassammlertreffen oder die 12. BHS Tagung - nun da sich die Gemeinschaft unter dem seit 20 Jahren genutzten englischen Namen "Binocular History Society" offiziell als Verein firmiert hat (eingetragen im belgischen Register) - fand vom 4. - 6. Oktober 2019 on Ostende statt. Somit war diese internationale BHS-Tagung in Europa zum zweiten Mal außerhalb Deutschlands, zentral an der belgischen Atlantikküste, nicht weiter als ca. 60 km nach Holland oder Frankreich entfernt. Das gab einigen Sammlern aus Frankreich, Niederlande und natürlich Belgien dankenswerterweise Gelegenheit mit interessanten Ausstellungsoptiken vorbei zu kommen. English text coming soon!


Blick auf und vom Thermae Palace Hotel - vielversprechende Aussichten | Views to and from th eThermae Palace Hotel - promising perspectives

Das belgisch-niederländische Organisationsteam vor Ort (Jef Coulon, Peter De Laet, Wim de Bruin, Hugo Vanderlinden und Francis Vermeire) hatte zum normalen Tagungsprogramm aus 7 Vorträgen, Ausstellungen und Pausen zum Reden und Fachsimpeln für zusätzliche Highlight und ein kulturell-soziales Vorprogramm am Donnerstag und Freitag für die früher Anreisenden gesorgt. Dafür gilt Ihnen großer Dank. Auch konnten diesmal die Anwesenden das ganze Vor- und Hauptprogramm in von Peter De Laet gestalteten und mit Hintergrundinfos zum Ort, Geschichte usw. nachlesen und sich damit informieren und orientieren.


Die Beligsch-niederländische Orga-Gang live (Wim & Peter) auf dem Plakat in Raversyde - die Gang und Marrin Soerenesen bei der Eröffnung am Samstag Morgen | The Belgian-Netherland organisers gang live (Wim & Peter) and in the poster at Reaversyde - the gang and Martin Soerensen at the opening on Saturday morning.

So waren auch sehr viele früh angereist, so dass von den 63 teilnehmenden Personen (inkl. Begleitern) beriet die Hälfte und mehr an dem Vorprogramm teilnahmen.
Bereits am Mittwochabend trafen sich einige Sammler im Tagungshotel "Thermae Palace" in der Bar, die trotz Barschluss um 22 Uhr uns noch fast bis 23 Uhr bei einem belgischen Bier plauschen ließ. Das Tagungshotel bot über die Tage ein historisches Art Nouveau Ambiente und für viele mit seinen Meeresblick-Zimmern einen schönen freien Blick auf die Atlantik- bzw. Kanalküste. (s.o. und ganz unten)


Eingangshalle des Tagungshotels; erst Blicke am Mittwoch Abend | Entrance hall in the hotel; first views on Wednesday evening

Im Vorprogramm ging es am Donnerstag anhand einer Viertelstunde Zugfahrt nach Brügge, um die schöne Altstadt bei sonnigem Wetter zu erkunden und anschließend eine Kaffeepause am Ort zu genießen. Jef Coulon hatte das organisiert und führte die ca. 30 Leute durch die Straßen und Gassen und erklärte die Stadtgeschichte. Wieder zurück in Ostende waren es nur ein paar Schritte zum Königlichen Yachtclub, wo Francis Vermeire dafür gesorgt hatte, dass uns ein vorzügliches Dinner und einige Großferngläser zum Betrachten der abendlichen Umgebung aus den Fenstern hinaus erwarteten.


Brügge: Treffen am Bahnhof, durch die Stadt bis zum Marzipan. | Bruges: meeting at the station, through the town to the marzipan shops.



Begrüßung im Yachtclub zum Dinner, intensive Fachgespräche | Welcome in the yacht club for dinner, intensive talks


Einen Tag später warteten zwei Stadtführer mittags vor dem Hotel, um jeweils eine englisch- und eine deutschsprachige Gruppe durch die Stadtgeschichte Ostendes zu führen. Dabei bot sich das Thermae Palace Hotel auch als Startpunkt an, da es zu Beginn des letzten Jahrhunderts vom belgischen Königshaus erbaut gelassen wurde. Einmal durch die ganze Stadt landeten wir wieder beim Yachtclub, wo diesmal eine Kaffee- und Kuchentafel bereit stand, um bei Gesprächen Hunger und Durst zu stillen.


Deutschsprachige und englischsprachige Führung durch Ostende, Königs-Statuen, Häuser, Fischmarkt und abschließende Kaffeepause im Yachtklub - irgendwann müssen auch mal die Austellungstücke ausgeladen werden.| German and english language guided tour through Ostend, along stautres, houses, fish market and a final coffee break in the Yacht Club - there was some time left over to unload the exhibition items..


Danach begann der offizielle Tagungsteil mit der Anmeldung der Teilnehmer und einem Abendmenü. Mittlerweile waren natürlich noch weitere Optiksammler und -interessierte eingetroffen, die vom Organisationsteam und den andern Sammlern herzlich begrüßt wurden und sofort zu weiteren intensiven Gesprächen führten. Peter De Laet (BE) und Uli Zeun (D) gaben die ersten organisatorischen Hinweise für die kommenden 2 Tage und für das Angebot nach dem Essen: denn Francis Vermeire (BE) hatte einen großen Raum, der seine Sammlung beherbergt und gegenüber dem Hotel liegt, zu einem Sammlungsmuseum und einer Weinstube gestaltet, die vorzügliche Gelegenheit ab ungefähr halb 10 Uhr bot, um sich dort die Optiken anzuschauen, über diese und anderes zu reden und von Nancy und Hans mit lecker Bier oder Wein und Softdrinks zu kleinen Preisen versorgt zu werden. Bereits am Donnerstag und am weiteren Samstagabend konnte die Weinstube so genutzt werden und war wohl fraglos der ideal Treffpunkt zum Socializing am Abend. Es gab wohl kaum einen Teilnehmer, der dieses Angebot nicht zumindest einmal genutzt hätte und davon angetan war.


Tagungsanmeldung am Freitag Nachmittag | Registering for the conference on Friday afternoon.



Eröffnungsworte von Peter De Laet und Uli Zeun beim Freitagsdinner, der Tagungskameramann Max, angeregte Gespräche beim Essen | Opening words by Peter De Laet and Uli Zeun during the Friday dinner, Max, the conference cameraman, and lively talks during dinner.



Die optische Weinstube: im Zentrum der Macht - Gläser begutachten, besprechen und leeren | The optical Weinstube: The core of power - examining, talking about and emptying glasses.


Nach Stärkung bei einem reichhaltigen Frühstück in einen der Hotels, versammelten sich die 41 Teilnehmer und weitere halb so viele Begleitpersonen am Samstagmorgen, um in den Tag zu starten. Nach den Begrüßungsworten und Infos zum Ablauf durch Peter De Laet, Francis Vermeire und Uli Zeun sowie einem kurzen Überblick zu den Entwicklungen der BHS seit der letzten Tagung durch Martin Soerensen (DK) wurde kurz den beiden seit der letzten Tagung verstorbenen Sammlerfreunden, Peter Abrahams (USA, * 19. März 1955 3. März 2018) und Stefan Gluske (D, * 28. Juni 1928 1. Juli 2019) gedacht. Dabei ist zu erinnern, dass Peter Abrahams mit seiner Initiative um ca. 1998 einen Newsletter herumzuschicken und erste weltweite Fernglassammler-Tagungen zu organisieren, einen großen Anstoß dazu gegeben hat, dass es heute immer noch derartige Treffen und die Binocular History Society gibt. Stefan Gluske war stets ein treuer, angenehmer und der wohl ältester Tagungsteilnehmer; im Tagungsjahr 2019 verstarb er nun leider mit stolzen 91 Jahren. In Absprache mit den Familien ist beabsichtigt, ihre Dokumente und verfügbaren Unterlagen in Archive des BHS, z.B. im binopedia-Forum der Nachwelt zu erhalten.

Die folgenden Vorträge boten eine Abwechslung zwischen Firmengeschichte, länderspezifischer Fernglasgeschichte und Darstellung einer bestimmten Optikgattung.


Vor dem Start und die Eröffnungsworte | Before the beginning and opening words.

Es war ein glücklicher Zufall, dass die belgische Firma OIP (Optique et Instruments de Précision) in 2019 gerade 100jähriges Bestehen hatte und dass Hugo Vanderlinden (BE) deren Geschichte von 1919 als OIP Gand bis heute als OIP Sensor Systems darstellen konnte und wollte. Vorgestellt wurden auch einige seltene Modelle, die z.T. in der Weinstube real zu betrachten waren. Die Produktionspalette reichte, wie bei vielen anderen Optikherstellern von Kameralinsen, Kompassen, Mikroskopen über Ferngläser und Zielfernrohren zu heutigen Sicherheits-, Verteidigungs- und Überwachungsoptik und -technik Als zweiten Vortrag rollte Thomas Mix (D) anhand eines etwas ungewöhnlich beschrifteten sowjetischen Fernglases die Geschichte der russischen Fernglasindustrie und ihrer Verknüpfungen zu deutschen Firmen wie Zeiss und Goerz auf. Er konnte anhand der sich ändernden Beschriftungen und Logos aufdecken, zu welchen Zeitpunkten ungefähr und von welchen Fabriken sowjetische/russische Fernglasmodelle produziert wurden.


Vorträge von Hugo Vanderlinden und Thomas Mix vor interessiertem Hörern | Lectures by Hugo Vanderlinden and Thoams Mix in front of interested listeners.


Nach der Kaffeepause erhielt das Spektrum der Vortragsthemen durch den Bericht von Dr. Harry Schlemmer (ehem. Zeiss Oberkochen Mitarbeiter; D) eine mal andersartige Erweiterung in den Bereich der U-Boot-Periskope und der Periskopentwicklung überhaupt. Dabei wurde ein Bogen von frühzeitigen chinesischen Periskopen mit Wasserspiegeln in Töpfen bis zu heutigen Optronikmasten, die gänzlich ohne optische Teile auskommen und mit elektronischen Bildübertragungseinheiten arbeiten, geschlagen. Zu dem Bereich der Grabenperiskope, Graben-scherenfernrohre sowie einigen periskopischen Bunkeroptiken gab es zahlreiche Exponate, die die Vielfalt der gebauten periskopischen Optiken anschaulich verdeutlichen. U-Boot-Periskope konnte aufgrund ihrer Größe von bis zu 8m Länge allerdings nicht mitgebracht und ausgestellt werden.


Kaffeepause mit BHS-Info-Postern und Sparschwein | Coffee break with BHS info posters and piggy-bank.



U-Boot-Periskope vortrag von Dr. Harry Schlemmer | Speech about u-baot periscopes by Dr. Harry Schlemmer.


Bunkerfernrohre, ein Querschnitt durch ein periskop, verscghiedene persikopische Optiken und Scherenfernrohre | Bunker periscopes, a section of a periscope, diverse periscopic optics, scissor telescopes.


In der ersten Kaffeepause und mittags konnten die vielen ausgestellten Optiken und themenspezifischen Sammlungen (im direkt angrenzenden Saalbereich angesehen und mit den jeweiligen Ausstellern diskutiert werden. Gut war dabei, dass der Tagungsraum mit seiner Fenstern einen freien Blick über den Strand auf den Atlantik bot.

Aufgrund der Institutionalisierung der Fernglassammlergemeinschaft bzw. der Binocular History Society fanden die Teilnehmer im Ausstellungsraum auch Infoplakate zur Struktur und Zielen der BHS. Für die wahren Enthusiasten gab es auch zum ersten Mal die Möglichkeit, Aufnäher, Anstecker oder Kappen mit BHS-Logo zu erwerben. Zur Tagungsmappe gab es diesmal bereits auch schon für jeden Teilnehmer einen BHS-Pin, ein Schlüsselband (für das Namensschild), einen Kuli und Notizblock mit BHS-Logo.

Darüber hinaus fand am Vormittag auch für die zahlreichen Begleitpersonen eine so genannte "Marzipan Extravaganza" im Nebenraum statt, bei der die Teilnehmer unter Anleitung von einem bekannten belgischen Chocolatier, Anthony Lams, Marzipanfiguren formen und erstellen konnten.


Die zahlreichen Ausbildungsstücke | THe manyfold exhibition items.



BHS Andenken und Marzipan-Extravaganze | BHS merchandising and marzipan extravaganza.


Die gesamte Gruppe traf sich am Samstag nach der Mittagspause und Lunchsnacks um 13 Uhr in der Hotellobby, um gemeinsam mit der Tram zur Raversyde Domain zu fahren, wo der Besuch des Anno 1445 Freilichtmuseums - ein Küstendorf aus besagter Zeit - und dem Atlantikwallmuseum anstand. Da das Gelände immer in royaler Hand war, ist es gut erhalten und das größte seiner Art am Atlantik. Die Wohnverhältnisse im nach gebauten Fischerdorf entsprechen mit kurzen Betten, einem Wohn- und meist auch Schlafraum für die ganze große Familie entsprechen nicht mehr den heute gewünschten Standards. Jeglicher Hausrat war im Museum festgeschraubt, damit die Touristen den Familien nicht noch ihre spärlichen Habseligkeiten wegnehmen konnten.
Im Atlantikmuseum konnten wir einen Film über das Gelände anschauen, die verschiedenen Stellungen und Bunker durchwandern und einige Gerätschaften betrachten. Ein großer Goerz Entfernungsmesser war zwar nicht wirklich betriebsbereit, aber von der Anhöhe aus konnte jeder mit Ferngläsern wieder einmal freie Sicht auf den Atlantik haben. Zwischendurch waren wir vom Raversyde Museum zu einer Kaffeepause eingeladen.



Ein Nachmittag auf der Raversyde Domain: Anno 1465 Museum und Atlantikwallgelände; Straßenbahnfahrt dorthin, alte Häuser, interessante und lockere Gespräche, Friedenstaube, altes Verteidigungsgerät und durstige Leute anno 1465 (Gemälde) und heute nach Kaffee. | An afternoon on the reversyde domain: Anno 1465 Museum and Atlantikwall area; tram ride, old houses, interesting and informal talks, peace dove, old defense equipment, and thirsty people anno 1465 (drawing) and today for coffee.


Wieder zurück am Hotel und nach kurzer Pause versammelten sich die Teilnehmer noch einmal, um alles Wissenswerte zur Geschichte, Entwicklung und Funktion der Lichtsprechgeräte zu hören. Rodolfo Peirano (I) hatte dies detailliert zusammengestellt und sein Text wurde von Uli Zeun (D) in Englisch vorgetragen. Auch hingen im Tagungsraum die ganze Zeit mehrere Plakate mit Erklärungen zu dem Lichtsprecher (Li.Spr.) in Text und Bild. Damit war ein Einstieg in die Vorführung eines Lichtsprechsystems nach dem Abendessen gegeben. Dieses Highlight war möglich, da ein Remco Caspers (NL) ein funktionierendes 2-Geräte- Set als Sender-Empfänger-System mitgebracht hatte und im Dinnerraum aufbaute. Dies war wiederum einmal ein anderer Aspekt zur Nutzung von Optik unter Zuhilfenahme von Lichtimpulsen, die in Sprache umgewandelt werden bzw. umgedreht beim Sender von Sprache in Licht gewandelt wird. Nach dem leckeren Abendessen und dieser live Vorführung trafen sich viele Sammler wieder in der optischen Weinstube und Optikbar gegenüber vom Hotel, viele davon wieder bis nach Mitternacht.


Alles über den Lichtsprecher 80 | Everything about the Lichtsprecher 80



Alle Teilnehmer beim Samstagabend-Dinner | all attendees at the Saturday evening dinner.



Lichtsprecher 80 - alles funktioniert: Teile, Aufbau, Sprechen | Li.Spr.80 - all working: parts, setup and communication


Die Sonntagsvorträge brachten noch einmal interessante neue Aspekte aus den Fernglasbereichen. Bruno Pietrini (F) skizzierte die Fernglasproduktion für die französische Armee im Zeitraum um den 1. Weltkrieg und damit zusammenhängende Versorgungsengpässe und folgende Aufträge an unterschiedlichste Hersteller sowie Lösungsansätze damals. Hier fallen Parallelen zu anderen Ländern und der Versorgung mit Ferngläsern für das Militär auf. Bruno und einige andere Sammler brachten viele bekannte und eher unbekannte seltene Ferngläser aus französischer Produktion mit und stellten diese aus.

Ferngläser ohne Prismen - Galileische Gläser - sind bislang eher selten Bestandteil der BHS-Tagungsvorträge gewesen. Daher war es sehr gut, einmal einen Überblick über die Geschichte der Operngläser bis in die 50er Jahre zu erhalten. Dies gestaltete Jean-Marie Devriendt (BE) anhand zahlreicher beispielhafter Fotos von monokularen und binokularen ziviler Operngläser. Die Vielfalt und der Ideenreichtum Operngucker auch mit Tabakdosen und Parfümfläschen zu kombinieren zeigen eine andere eher Freizeit-bezogenes Einsatzfeld dieser Optiken auf. Jean-Marie Devriendt brachte schön verzierte und seltene Exemplare mit, die in einer von Wim de Bruin gefertigten Tischvitrine angeschaut werden konnten.

Beide Vortragenden beabsichtigen die Herausgabe eines Buches zum Thema, das die Sammlergemeinschaft sicher mit Interesse willkommen heißen wird, da nach wie vor die Literatur in dem historischen Fernglasbereich nicht üppig ist.


Vorträge über Französiche Ferngläser und Galileishce Operngläaser | Lectures on French binoculars and Galilean opera glasses.


Nach der Kaffeepause wurde getreu dem BHS Motto "Linking Yesterday's History with Today's Technology" (Das Erbe von gestern mit der Technologie von heute verbinden) von Hans Weigum (CH), wo und ob denn noch ein "verbliebenes Entwicklungspotential bei der Fernoptik" sei. Was sind tatsächliche oder nur angebliche Fortschritte oder Innovationen, welche Konstruktionsmerkmale sind mehr durch "Modetrends" oder scheinbare Käuferwünsche bedingt und ergeben sich daraus auch Nachteile für die Handhabung und Nutzung von Ferngläsern und Optiken? Diese kritische Hinterfragung machte deutlich, dass nicht alle Neuentwicklung immer gewinnbringend oder gar optimal sind und dass es einige simplere technische Lösungen gäbe oder man auf bewährte robustere Designs zurückkommt, die sich aber für die Firmen nicht auf dem Markt wirtschaftlich verkaufen lassen oder von den Herstellern gewollt sind.


Vortrag von Hans weigum und anschließende Diskussion | Hans Weigum's lecture and follwong discussion.


Gegen Mittag gab es von den Veranstaltern noch einige Abschlussworte, bevor sich die Teilnehmer weiter der nunmehr eröffneten Tausch- und Verkaufsbörse und/oder den Mittagsnacks widmen konnten.

Hans T. Seeger (D) vermittelte seinen Dank an die Organisatoren und für die Tagung mit einer Schlussansprache, die unten wieder gegeben wird.
Peter De Laet wurde als Dank noch ein aus Marzipan geformte Szenerie mit einem 4m Entfernungsmessers und daneben sitzend zweier süßer Marzipanfiguren, Silvie und Peter De Laet, überreicht.
So ging die gelungene 12. BHS-Tagung für 62 teilnehmende Personen zu Ende. Einige verbrachten noch weitere Tage in Ostende oder Belgien oder trafen weitere Sammlerfreunde. Wo das nächste Treffen stattfindet, ist noch nicht bekannt; alle hoffen jedoch, sich in 2 Jahren wieder zu sehen.


Abschlussworte der Tagungsleiter, Tausch- und Verkaufsbörse und mehr | Final words by the conference hosts, swap and trade, and some more.

Das BHS-Team dankt den Sponsoren und wünscht allen weiterhin freie Sicht auf den Atlantik oder anderswohin.

Dortmund, November 2019, Ulrich Zeun


www.binocularhistorysociety.info
Bilder im dem Binopedia Forum
www.binocularhistorysociety.info
Photos of the meeting on Binopedia Forum

Hans T. Seegers Abschlussworte

Liebe Freunde,
ein Treffen geht zuende - das Beste oder eines der besten Treffen, die wir je hatten.

Möglich wird eine solche Veranstaltung nur dann, wenn es eine Gruppe von Menschen gibt, die teilnehmen wollen, die teilnehmen können und die dazu beitragen, daß alle auch zusammenkommen. Mit anderen Worten: Ohne Peter De Laet, Francis Vermeire, Martin Sörensen und den Helfern wie Uli Zeun, Wim de Bruin und den anderen, die hier vorne sitzen, wären wir nicht hier. Verbindlichen Dank an Euch - Ihr wißt besser als wir anderen, was Ihr geleistet habt und Dank wird Euch zuteil - nicht heute und nicht von jedem -, aber der Dank wird Euch erreichen und - wie es so ist - meistens aus einer anderen Richtung kommen als Ihr es vermutet.

Wir sind eine Gruppe von Gleichgesinnten und wir kommen aus vielen Ländern. Wir kommen - wie wir heute auch im Antlantikwall-Museum gesehen haben - ohne die geringsten Probleme miteinander aus. Wir haben in unserer eigenen Welt das gleiche Hobby, mit dem wir uns identifizieren und das wir lieben. Wir müssen das nicht begründen und wir müssen uns schon gar nicht dafür rechtfertigen, denn wir wissen, daß wir uns mit optischen, technischen und beständigen Gegenständen beschäftigen, die ihresgleichen suchen - damals wie heute.

Menschen wie uns hat es immer gegeben. Diese habe aber oft isoliert - sozusagen im stillen Kämmerlein - gewirkt und so gilt mein besonderer Dank all jenen, die unserer Gemeinschaft eine Basis gegeben haben. Es waren und sind von den Begeisterten die Fleißigsten und von den Fleißigen die Begeistertsten. Als Ehrenmitglied unserer BHS-Society darf ich das und muß ich das einmal sagen. Wer sollte es sonst tun. Ich sage es gerne: Es ist für mich eine große Ehre, Ehrenmitglied sein zu dürfen.

Dank daher auch an alle, die hinter den Kulissen wirkten und die uns diese schönen Tage beschert haben. Beeindruckend und unvergeßlich.

Glück und gute Heimkehr, liebe Freunde. Gesundheit und Zufriedenheit in Eurem Leben, in Euren Familien und immer auch eine glückliche Hand in unserem Hobby. Bis zum nächsten Meeting wünsche ich mir weiter Eure Freundschaft und ein Wiedersehen in einer so faszinierenden, interessanten und schönen Umgebung mit Gastgebern von Eurem Format.

Hans T. Seeger
Ostende, 6.10.2019

Hans T. Seeger's concluding words

Dear friends,
a meeting comes to its end - the best or one of the best meetings we ever had.

An event like this can only be realized if there is a group of people who want to participate, who can participate and who can contribute in such a way that all comes together. In other words, without Peter De Laet, Francis Vermeire, Martin Soerensen and supporters such as Uli Zeun, Wim de Bruin and the others sitting here in the front rows, we would not be here. Sincere thanks to you - you know better than we others what you have achieved and you will be rewarded for it - not today and not by everyone; but gratitude will reach you and, as it usually happens, will come from a different direction than you expected.

We are a group of like-minded people and we come from many countries. As we have seen in the Atlantikwall Museum today, we have no problems whatsoever in getting along with each other. We in our own world share the same hobby with which we identify and which we love. We do not have to account for that, and we certainly do not have to justify it because we know that we are dealing with optical, technical and durable objects that are second to none - then and now.

People like us have always existed. But they often worked in isolation - in a quiet chamber, so to say - and so my special thanks go to all those who have given our community a basis. They were and are the most industrious among the enthusiasts, and among the industrious they were and are the most enthusiastic. As an honorary member of our Binocular History Society, I can and I feel obliged to say that for once. Who else should do it? And I am pleased to say it. It is a great honour for me to be an honorary member.

Thanks also to all who worked behind the scenes and who brought us these beautiful days. Impressive and unforgettable.

Good luck and a good return home, dear friends, I wish you all good health and satisfaction in your lives, in your families and always a lucky hand in our hobby. Until the next meeting I wish to stay as your friend and I wish to see a reunion in such a fascinating, interesting and beautiful environment, organized by hosts of your level.

Hans T. Seeger
Ostend, Oct. 6th 2019

Thermae Palace BHS Tagungshotel Leopoldsviertel in Ostende
Das Tagungshotel | The Conference Hotel <-----> Ostende: Leopoldsviertel | Ostend: Leopold quarter

Kooperationspartner - Cooperating partners


Raversyde Museum - West-Flandern - Jaguar & Landrover Ter Steene - Lowyck Printing House

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